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OM System hat eine spezielle Version der OM-3 vorgestellt, die sich gezielt an Astrofotografen richtet. Dabei handelt es sich nicht um ein komplett neues Modell, sondern um eine Sondervariante der bekannten OM-3, die ursprünglich im Februar 2025 präsentiert wurde. Die neue Ausführung bringt mehrere technische Anpassungen mit, die speziell für Nachtaufnahmen und den Sternenhimmel entwickelt wurden.
Im Kern arbeitet weiterhin ein Micro-Four-Thirds-Sensor mit 20,4 Megapixeln. Entscheidend ist jedoch der angepasste Infrarot-Filter. Dieser lässt bestimmte rote Wellenlängen passieren, die bei vielen kosmischen Nebeln dominieren. Dadurch können typische H-Alpha-Strukturen intensiver und farblich deutlich ausgeprägter dargestellt werden als mit herkömmlichen Kameras, bei denen diese Bereiche meist stärker unterdrückt werden.
Zusätzlich wurden neue Farbprofile integriert. Eines ist speziell auf rote Nebel abgestimmt, während ein weiteres für nächtliche Landschaften gedacht ist. Auch der Autofokus wurde erweitert und besitzt nun einen Modus, der automatisch auf Sterne fokussieren kann. Das ist besonders hilfreich, da manuelles Fokussieren auf unendlich oft schwierig ist, weil viele Objektive über den eigentlichen Unendlichpunkt hinaus drehen können.
Für die Arbeit in dunkler Umgebung wurde außerdem ein Nachtsichtmodus umgesetzt. Dabei wird das Display rot dargestellt, um die Dunkeladaption der Augen nicht zu stören. Bei Langzeitbelichtungen, etwa für Sternspuren, lässt sich der Bildaufbau in Echtzeit verfolgen, was die Kontrolle während der Aufnahme deutlich erleichtert.
Eine weitere Funktion kombiniert mehrere Nachtaufnahmen automatisch zu einem hochauflösenden Bild mit bis zu 50 Megapixeln und reduziert dabei gleichzeitig das Bildrauschen. Ergänzend dazu gibt es optional erhältliche Filter, die laut Hersteller die Auswirkungen von Lichtverschmutzung verringern und Sterne klarer und definierter erscheinen lassen sollen.
Nach Informationen aus dem Netz liegt die unverbindliche Preisempfehlung der Astro-Version bei 2.199 Euro und damit etwa 200 Euro über der Standard-OM-3. Die Auslieferung soll voraussichtlich im März beginnen. Optionales Zubehör umfasst unter anderem spezielle Filter gegen Lichtverschmutzung sowie Effektfilter zur Hervorhebung von Sternen.
Insgesamt zeigt sich, dass OM System hier keine klassische neue Kamera veröffentlicht hat, sondern eine gezielte Spezialisierung für Astrofotografie anbietet. Besonders der modifizierte Infrarot-Filter und der neue Sternen-Autofokus dürften für viele, die regelmäßig den Nachthimmel fotografieren, den größten praktischen Nutzen bringen.