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In den letzten Wochen und Monaten häufen sich im Netz Berichte, Leaks und Gerüchte rund um eine mögliche Osmo Pocket 4 von DJI. Gerade weil die Pocket-Reihe für viele ein fester Bestandteil im Reise-, Vlog- oder Alltags-Setup geworden ist, lohnt sich ein nüchterner Blick auf das, was derzeit kursiert und vor allem darauf, was davon bereits belastbar ist und was nicht. Ich habe das mal versucht etwas zu selektieren und zusammenzufassen.
Der offizielle Stand
Zunächst das Wichtigste vorweg: DJI selbst hat bislang keine Osmo Pocket 4 offiziell angekündigt. Es existieren weder bestätigte technische Daten noch ein Preis oder ein konkretes Veröffentlichungsdatum. Alles, was aktuell diskutiert wird, basiert auf Leaks, Einträgen bei Zulassungsbehörden, inoffiziellen Sichtungen und Interpretationen verschiedener Tech-Portale. Entsprechend sollte man alle Informationen mit einer gewissen Vorsicht betrachten.
Hinweise auf ein neues Design
Auffällig ist, dass viele Leaks nicht nur von einer reinen Modellpflege sprechen, sondern von einer sichtbaren Überarbeitung des Gehäuses. Mehrfach ist von einem etwas größeren Body die Rede, der Platz für zusätzliche Bedienelemente bieten könnte. Auch doppelte Displays – also ein Bildschirm auf der Vorder- und Rückseite – werden immer wieder genannt, was klar in Richtung Vlogging und Self-Recording zielt.
Besonders spannend, aber auch am stärksten spekulativ, sind Berichte über ein mögliches Dual-Kamera-System. Ob damit zwei fest verbaute Brennweiten, unterschiedliche Sensoren oder spezielle Perspektiven gemeint sind, lässt sich aktuell nicht seriös sagen. Klar ist nur: Sollte sich dieses Gerücht bestätigen, wäre es ein deutlicher Bruch mit dem bisherigen Pocket-Konzept.
Sensor, Bildqualität und Video
Beim Thema Bildqualität gehen viele Quellen davon aus, dass DJI weiterhin auf einen 1-Zoll-Sensor setzt – entweder in ähnlicher Form wie bei der Pocket 3 oder mit einer weiterentwickelten Version. Erwartet werden vor allem Verbesserungen bei Low-Light-Situationen und bei der internen Bildverarbeitung. DJI ist hier traditionell eher zurückhaltend abgestimmt, was viele als angenehm natürlich empfinden.
Bei den Videoformaten reicht die Gerüchteküche von realistischen Szenarien wie 4K mit höheren Bildraten bis hin zu deutlich ambitionierteren Aussagen rund um 6K-Aufnahmen. Letzteres wirkt aktuell eher wie Wunschdenken, während Verbesserungen bei Framerate, Dynamikumfang und Stabilisierung durchaus plausibel erscheinen.
Akku, Laufzeit und Technik
Etwas greifbarer sind Informationen aus Zulassungsunterlagen. Diese deuten auf einen größeren Akku hin als bei der Pocket 3, was vor allem längere Aufnahmezeiten ermöglichen könnte. Außerdem gibt es Hinweise auf modernere Funkstandards, was für schnellere Verbindungen und stabilere Übertragungen sprechen würde – gerade im Zusammenspiel mit Smartphone-Apps oder Livestream-Szenarien ein sinnvoller Schritt.
Wann könnte sie kommen?
Beim möglichen Erscheinungstermin gehen die Meinungen auseinander. Einige Beobachter halten einen Marktstart noch Ende des Jahres für denkbar, andere sehen eher einen Launch Anfang des kommenden Jahres. DJI ist bekannt dafür, Produkte relativ lange zu testen und dann ohne große Vorankündigung zu präsentieren. Entsprechend bleibt auch dieser Punkt offen.
Eine vorsichtige Einordnung
Fasst man alle Gerüchte zusammen, entsteht das Bild einer Osmo Pocket 4, die sich stärker als bisher vom klassischen „Mini-Gimbal“ hin zu einem klaren Vlogging- und Alltagswerkzeug entwickelt. Dennoch scheint man dabei nicht in Konkurrenz zu Systemkameras treten zu wollen. Sollte DJI diesen Weg gehen, wäre das eine konsequente Weiterentwicklung.
Ich selbst stehe der Pocketserie nach wie vor mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Idee rund um das System ist genial, die Bildqualität fü vieles absolut ausreichend aber mit ist das Teil nach wie vor zu filigran. Gerade auf Fototouren muss ich immer erst schauen das ich sie sicher abgestellt bekomme bevor ich mein Foto machen kann und oft ist das Motiv dann einfach auch nicht mehr da. Hier bin ich mit herkömmlichen Actioncams um einiges schneller. Dennoch nutze ich auch die Pocket 3 immer mal wieder auf unseren Touren, gerade in Städten und ähnlichen ist es eben etwas unauffälliger, leichter und manchmal auch einfach praktischer. In letzter Zeit bleibt sie aber auch wieder öfters im Schrank und ich greife immer mehr zur Systemkamera für Video und habe damit einfach viel mehr Spaß und am Ende auch das schönere Bild. Spannend dürfte auch der Preis werden, gerade weil man auch immer mal von zwei Versionen liest, eine "normale" mit einer Linse und einer Pro-Version mit Duallinse, ähnlich bei der Air 3s. Lange kann es nicht mehr dauern, denn die Gerüchte mehren sich und das deutet darauf hin, dass die Pocket 4 eventuell schon bei den Influencern angekommen sein könnte.