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  3. Daniel N. - Schöne Orte und vieles mehr

Elbhöhenweg Hamburg

  • Daniel N.
  • May 24, 2026 at 12:00 PM
  • 177 times read
  • 4 Comments
Contents [hideshow]
  1. Warum kannten wir diesen Weg noch nicht?
  2. Erst einmal hinkommen: Von der HafenCity zum Elbhang
  3. Vom Schinckels Park hinein ins Grün
  4. Der Römische Garten: Mehr als nur ein schöner Park
  5. Ein Weg, der nicht einfach geradeaus führt
  6. Falkensteiner Ufer: Strand in Hamburg, aber anders als gedacht
  7. Die Elbe ist hier nie wirklich still
  8. Große Schiffe direkt vor dem Strand
  9. Kein besonderer Fototag und trotzdem genau richtig
  10. Unser Fazit zum Elbhöhenweg

Warum kannten wir diesen Weg noch nicht?

Wie kann es sein, dass man schon so oft in Hamburg war und trotzdem einen Weg übersieht, der Wald, Elbblick, alte Treppen, Parkanlagen und Sandstrand miteinander verbindet? Genau diese Frage hatten wir im Kopf, als wir über Social Media zum ersten Mal auf den Elbhöhenweg aufmerksam wurden.

Hamburg war für uns bisher oft Hafen, Landungsbrücken, Speicherstadt, Fähren, große Schiffe, Alster, Gänsemarkt und natürlich dieses besondere Stadtgefühl zwischen Wasser und Bewegung. Alles Orte, die man irgendwie kennt oder zumindest zu kennen glaubt. Aber der Elbhöhenweg klang anders. Ruhiger. Grüner. Und ehrlich gesagt auch ein bisschen überraschend.

Ein Weg oberhalb der Elbe, der nicht direkt am Wasser entlangführt, sondern immer wieder durch die Hänge, über Treppen, durch Parks und am Ende doch hinunter ans Falkensteiner Ufer.

Das wollten wir sehen. Bei nicht wirklich perfektem Wetter ging es also los. Es hatte kein goldenes Licht. Sondern es war ein eher grauer Tag im Mai. Fotografisch war vieles schwierig und trotzdem zeigte sich Hamburg von einer Seite, mit der wir so gar nicht gerechnet hatten.

Erst einmal hinkommen: Von der HafenCity zum Elbhang

Was uns an dieser Tour schon vor dem eigentlichen Start gefallen hat: Die Anreise war fast ein kleiner Ausflug für sich. Wir starteten von unserem Hotel in der HafenCity, nahmen die U4, fuhren über den Jungfernstieg weiter mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken und stiegen dort auf die Fähre 62 nach Finkenwerder um. Hafenfähre fahren ist einfach immer wieder schön und ein echtes muss für uns. Von Finkenwerder ging es dann mit der Fähre 64 weiter nach Teufelsbrück und anschließend mit dem Bus 286 in Richtung Björnsweg.

Klingt sicher nach sehr viel Aufwand für eine knapp sechs Kilometer lange Wanderung, oder?

Ja, vielleicht ist das auch so. Aber genau darin lag für uns schon wieder der Reiz. Die Stadt langsam hinter sich lassen, erst über Schienen, dann über Wasser, dann mit dem Bus hinauf in Richtung Elbhang. Es fühlte sich nicht wie eine reine Verbindung an, sondern wie der erste Teil der Tour.

Und spätestens auf der Fähre war uns klar: Diese Wanderung beginnt nicht erst dort, wo Komoot den Startpunkt setzt, sondern definitiv schon auf dem Weg dorthin. „Der Weg ist das Ziel“

Vom Schinckels Park hinein ins Grün

Unsere Route begann im Schinckels Park. Also gefühlt direkt im Grünen. Nach Bahn, Fähren und Bus wurde es auf einmal deutlich ruhiger. Kein klassischer Hamburg-Trubel mehr, keine Landungsbrücken, keine Speicherstadt, kein Hafengeräusch. Stattdessen Wald, Wege und dieses satte Maigrün, das an diesem Tag fast alles miteinander verschluckte.

Fotografisch war das nicht meine Welt und so entstanden auf dieser Tour auch nur sehr wenige Bilder aber darum geht es uns auch schon lange nicht mehr.

Der Tag hatte viel Grau, in diesem Wald nur wenig Licht und es gab kaum Kontraste. Dazu ein Grün, das wirklich schön war, aber auf Bildern schnell alles andere verschluckt. Es gab aber auch nicht so viele freie Stellen, an denen Fotografieren wirklich Sinn machte. Es war aber gar nicht schlimm, denn dieser Weg musste nicht permanent Motive liefern. Er durfte einfach auf uns wirken. Endlich Urlaub, endlich raus aus dem Alltag, dass war es was uns hier herkommen und entspannen lies.

Der Römische Garten: Mehr als nur ein schöner Park

Nach einer kleinen Holzbrücke und einem ersten Blick hinunter zur Elbe, der uns dann auch ein paar Aufnahmen lieferte, erreichten wir den Römischen Garten.

Und genau hier lohnte sich auch der zweite Blick. Der Römische Garten ist heute eine öffentliche Parkanlage und ein Gartendenkmal am Elbhang in Blankenese. Seine Geschichte ist eng mit der Familie Warburg verbunden. Moritz M. Warburg erwarb das Gelände 1897. Später ließen Max und Alice Warburg die Anlage umgestalten. Besonders spannend ist die Rolle von Else Hoffa: Sie wurde 1913 als Obergärtnerin eingestellt, übernahm die Garten- und Landschaftsarbeiten und gilt laut Hamburg.de als erste Frau in Deutschland, die als Obergärtnerin arbeitete.

Das ist so eine Information, die man vor Ort noch gar nicht hat oder gar erkennt. Man läuft durch Treppen, Mauern, Wege und Grün und merkt zwar, dass dieser Ort anders ist als ein normaler Park. Aber erst mit dem Hintergrund versteht man besser, warum er diese besondere Gestaltung hat.

Für uns war es kein Ort, der laut beeindrucken wollte. Eher einer, der leise hängen bleibt.

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Ein Weg, der nicht einfach geradeaus führt

Nach dem Römischen Garten öffnete sich der Blick noch einmal hinunter auf die Elbe. Ein kleines Segelboot fuhr elbaufwärts. Keine große Szene, aber genau so ein Moment, für den man kurz stehen bleibt.

Danach ging es weiter durch den grünen Elbhang. Mal bergab, nicht steil, aber spürbar. Dann wieder über Treppen hinauf. Später durch Wald, vorbei an blühenden Rhododendren und weiter über kleine Wege. Der Elbhöhenweg ist dadurch kein Spaziergang, bei dem man einfach geradeaus läuft. Er lebt von diesen Wechseln.

Oben Wald und Park. Dann wieder ein Blick zur Elbe. Dann Treppen. Dann dichter Bewuchs. Dann plötzlich Farbe zwischen all dem Grün. Gerade dieses Auf und Ab machte die Route interessanter, als die reine Streckenlänge vermuten lässt.

Falkensteiner Ufer: Strand in Hamburg, aber anders als gedacht

Nach einem letzten schönen Blick über die Elbe führte uns der Weg über eine längere Treppe hinunter zum Falkensteiner Ufer.

Und ja: Plötzlich steht man wirklich am Strand. Bei unserem Wetter fühlte es sich nicht nach Sommertag an. Grau, Wind, kühle Luft und dieses eher zurückhaltende Licht. Aber trotzdem konnte man sofort ahnen, wie dieser Ort bei besserem Wetter wirken muss.

Sand unter den Füßen. Die Elbe direkt vor einem. Der grüne Hang im Rücken. Und immer wieder große Schiffe auf dem Wasser.

Hamburg.de beschreibt den Elbstrand als rund 13 Kilometer langen Bereich flussabwärts in Richtung Elbmündung, an dem man im Sand sitzen, spazieren und mit Blick auf den Hafen die großen Containerschiffe vorbeiziehen sehen kann. Das Falkensteiner Ufer ist für uns genau so ein Ort, an dem dieser besondere Gegensatz sichtbar wird: Naturgefühl und Großstadt. Strand und Schifffahrt. Ruhe und Bewegung.

Die Elbe ist hier nie wirklich still

Was man am Falkensteiner Ufer schnell merkt: Die Elbe wirkt breit und ruhig, aber sie ist kein stilles Gewässer. Sie ist Teil der Tideelbe. Auf den letzten rund 160 Kilometern bis zur Nordsee unterliegt die Elbe den Gezeiten. In Hamburg beträgt der Tidenhub rund 3,80 Meter, und der Wechsel zwischen Hoch- und Niedrigwasser dauert etwa sechs Stunden.

Das erklärt, warum dieser Fluss hier so lebendig wirkt. Sand, Schlick, Strömung und Wasserstand verändern sich ständig. Selbst wenn man nur am Strand steht und auf das Wasser schaut, passiert dort mehr, als man auf den ersten Blick wahrnimmt.

Für uns passte das gut zu diesem Tag. Äußerlich ruhig. Aber ständig in Bewegung.

Große Schiffe direkt vor dem Strand

Auf dem Weg Richtung Bushaltestelle zog elbabwärts die YM Worth vorbei. Ein Containerschiff von der Reederei Yang Ming, 368 Meter lang, 51 Meter breit und mit Platz für gut 14.000 Standardcontainer.

Später hatten wir die Bushaltestelle eigentlich schon erreicht, gingen aber direkt gegenüber noch einmal kurz hinunter an den Strand. Genau dort kam elbaufwärts die MSC Adele vorbei. Ebenfalls ein großes Containerschiff, 335 Meter lang, knapp 46 Meter breit und mit Platz für rund 11.500 Standardcontainer. Solche Momente machen diesen Ort wohl so besonders.

Man steht im Sand, hört Wind und Wellen und direkt vor einem ziehen Schiffe vorbei, die in ihrer Größe fast unwirklich wirken. Nicht als Hafenrundfahrt. Nicht als Aussichtspunkt mit Menschenmassen. Sondern einfach so, während man am Elbufer steht.

Kein besonderer Fototag und trotzdem genau richtig

War das ein perfekter Fototag? Nein ganz und gar nicht. Das Licht war schwierig, der Himmel grau, die Farben teilweise flach. Der Maiwuchs war wunderschön, aber fotografisch nicht immer dankbar. Oft fehlten freie Blickachsen oder klare Motive.

Aber genau deshalb war diese Tour vielleicht so ehrlich. Nicht jeder Ausflug muss mit spektakulären Bildern enden. Manchmal reicht es, einen Ort zu entdecken, den man vorher nicht auf dem Schirm hatte. Einen Weg zu gehen, der sich langsam verändert. Ein paar Aufnahmen zu machen, ohne etwas erzwingen zu müssen.

Und am Ende mit dem Gefühl zurückzufahren: Warum kannten wir diesen Weg eigentlich noch nicht?

Unser Fazit zum Elbhöhenweg

Unsere Tour war mit knapp sechs Kilometern nur ein kleiner Abschnitt dieser Hamburger Elbseite. Genau das ist vielleicht wichtig zu erwähnen, denn der Elbhöhenweg beziehungsweise der Elbewanderweg lässt sich deutlich weiter denken. Der offizielle Elbewanderweg zwischen Wedel, Blankenese, Teufelsbrück und den Landungsbrücken ist rund 23 Kilometer lang und gehört zum Hamburger Hauptwanderwegenetz.

Wir haben uns bewusst nur einen Teil davon vorgenommen. Vom Schinckels Park über den Römischen Garten hinunter zum Falkensteiner Ufer. Aber schon dieser Abschnitt hat gereicht, um zu merken, wie abwechslungsreich diese Seite von Hamburg ist: Wald, Treppen, alte Parkanlagen, Elbblicke, Strand und große Schiffe direkt vor einem.

Vielleicht war genau das die eigentliche Überraschung. Nicht, dass Hamburg schöne Orte hat. Das wussten wir. Sondern dass es dort noch Wege gibt, die sich trotz mehrerer Besuche komplett neu anfühlen.

Wenn du unsere Tour gehen möchtest findest du die genauen Informationen auf unserer Komoot-Tour.

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12 User have read the article

Comments 4

L. Strautzl
May 24, 2026 at 2:41 PM

Hallo Daniel,

sehr schöne Beschreibung. Ja, manchmal sind Wetter und Licht nicht fürs Fotografieren geeignet. Dann muss man sich entscheiden, ob man wie Ihr den Tag genießt oder trotzdem noch etwas mit der Kamera versucht.

Danke für das Vorstellen der Wanderroute an einem Ort, an dem man sie wahrscheinlich gar nicht vermuten würde.

Gruß

Lutz

P.S. Ich konnte mit meinem Komoot-Account die Komoot-Tour nicht öffnen, weil sie als privat gespeichert ist.

Daniel N.
May 24, 2026 at 4:35 PM
Author

Lieben Dank Lutz, war eine schöne Runde und Filmen geht ja Gott sei Dank immer so das zumindest ein paar private Erinnerungen eingefangen werden konnten aus denen dann auch noch ein kleines YT-Video gebastelt werden konnte.

Mein Profil auf Komoot ist nicht öffentlich, nur wer uns folgt sieht auch unsere Touren. Ich folge aber gerne zurück, weil wir sehr oft und viel mit Komoot unterwegs sind aber leider oft vergessen die Navigation zu starten aber die Suche nach Wegen und Rundwanderungen oder fürs Rad machen wir schon seit Jahren auf Komoot.

L. Strautzl
May 24, 2026 at 5:20 PM

Ich nutze tatsächlich Komoot nur, um mir Anregungen zu holen. Ich verwende seit langer Zeit Garmin Basecamp für die eigentliche Tourenplanung. Ist bestimmt nicht das modernste Tool, aber ich verspüre auch nicht den Druck, mich in ein neues Programm einzuarbeiten.

Aufzeichnungen meiner Touren mache ich nicht. Wenn ich denn nach der Tour Korrekturen an der Ursprungsplanung vornehmen möchte, dann mache ich das aus dem Gedächtnis auch in Basecamp.

Daniel N.
May 25, 2026 at 7:15 AM
Author

Achso nein alles gut, sollte kein Followaufruf sein, sondern lediglich der Hinweis, dass unser Komoot-Profil eher privat gehalten ist. Wir nutzen Komoot schon seit es rausgekommen ist, da geht es mir wie dir, keine Lust anderswo einzuarbeiten und Komoot arbeitet auch sehr gut mit Apple zusammen, so das ich nicht immer das Handy in die Hand nehmen muss. Auf unseren Wanderungen im Harz aber auch auf unseren Reisen, hat es uns schon oft geholfen schöne Orte zufinden wie jetzt auch hier den Elbhöhenweg, dafür ist es für uns perfekt aber mehr machen wir damit auch nicht außer das ich wenn ich daran denke unsere Touren aufzeichne.

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