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  3. Daniel N. - Schöne Orte und vieles mehr

Kreativität beginnt dort, wo es leise wird

  • Daniel N.
  • July 18, 2025 at 8:37 AM
  • 603 times read
  • 12 Comments
  • 16 Minutes
Contents [hideshow]
  1. Schreiben als Befreiung
  2. Eine Waschanlage für die Seele
  3. Unterwegs mit offenem Blick
  4. Der Moment, der alles trägt
  5. Zwei Gänge langsamer
  6. Kein Bild um jeden Preis
  7. Berühren, ohne laut zu sein
  8. Werkzeug, nicht Mittelpunkt
  9. Wo Kreativität beginnt
  10. Die Kraft des Hinschauens
  11. Das Besondere im Einfachen
  12. Kreativität ist wie ein Feuer
  13. Menschen, die verstehen
  14. Ein Fenster statt einer Bühne
  15. Verbunden durch Bilder
  16. Ein Ort zum Ankommen
  17. Der Moment, in dem alles zusammenkommt
  18. Ein Faden durch Gedanken
  19. Kreativität als Verarbeitung
  20. Ohne Bilder aber ganz bewusst
  21. Die Antwort auf die Frage

Es gibt Zeiten, da scheint sich die Welt langsamer zu drehen. Nicht weil sie es wirklich tut, sondern weil das eigene Leben plötzlich stillsteht. Man funktioniert irgendwie, erledigt Dinge, spricht mit Menschen, steht morgens auf aber im Inneren ist es, als würde alles einen Schleier tragen. Als hätte jemand den Kontrast heruntergedreht. Weißt du, was ich meine? In solchen Momenten wird mir besonders bewusst, wie wertvoll das ist, was ich mir in den letzten Jahren aufgebaut habe. Nicht im Sinne von Reichweite oder Klickzahlen, sondern im Sinne von Halt. Unser YouTube-Kanal, dass kleine Forum. Ganz besonders aber die Menschen, die sich Woche für Woche auf ein neues Sonntagsvideo freuen oder im Forum sich respektvoll untereinander austauschen. Diese Menschen wissen einfach, dass da jemand draußen unterwegs war, mit Kamera, mit Herz, mit dem Blick für das Schöne. Es tut gut, das zu teilen. Es tut gut, verstanden zu werden auch ohne viele Worte.

Schreiben als Befreiung

Gerade jetzt, wo vieles ungewiss ist, merke ich, wie wichtig genau das ist. Wie wohltuend es sein kann, einfach einen Text zu schreiben, ohne Ziel, ohne Plan. Einfach um die eigenen Gedanken zu sortieren, um kurz aus dieser Spirale auszubrechen, die sich manchmal Tag für Tag ein Stück enger zieht. Kennst du dieses Gefühl, wenn alles zu viel wird und trotzdem geht es irgendwie weiter?

Eine Waschanlage für die Seele

Das Schreiben, Fotografieren, das Schneiden von Videos, all das ist für mich nicht mehr nur einfach ein Hobby. Es ist ein Ausgleich, eine Waschanlage für die Seele, wie ich es manchmal nenne und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich heute diesen Artikel schreibe. Weil ich wieder atmen möchte und weil ich glaube, dass es anderen ähnlich geht.

Unterwegs mit offenem Blick

Manchmal frage ich mich, was es eigentlich ist, das mich beim Fotografieren so tief berührt. Es ist schwer in Worte zu fassen, denn es geht dabei nicht nur um schöne Motive oder perfektes Licht. Es ist dieses Gefühl, unterwegs zu sein, oft ohne klares Ziel, aber immer mit einem tieferen Sinn. Weißt du, wie ich das meine?

Der Moment, der alles trägt

Wenn ich draußen bin, mit der Kamera in der Hand und dem Blick offen für das, was mir begegnet, verändert sich etwas in mir. Ich werde ruhiger, meine Gedanken die sich vorher noch im Kreis gedreht haben, fangen an sich zu sortieren. Jeder Schritt, jeder Blick durch den Sucher oder auf das Display wird zu einem kleinen Moment der Klarheit. Da ist kein Raum mehr für Sorgen oder Zukunftsangst, nur für das Hier und Jetzt. Ich bin dann ganz bei mir oder besser gesagt, ich bin ganz bei dem, was mich umgibt. Ein Vogel, der plötzlich auftaucht. Das Licht, das für einen flüchtigen Moment durch die Baumkronen fällt. Ein Windhauch, der Blätter zum Tanzen bringt und dann ist er manchmal da, dieser eine Moment, der alles trägt. Als würde die Welt für einen einen ganz besonderen Moment einfach stillstehen.

Hast du so etwas schon einmal erlebt? Diesen Augenblick, in dem du dachtest: Genau dafür bin ich gerade hier?

Zwei Gänge langsamer

Ich weiß nicht, ob sich jeder so tiefgründig mit seiner eigenen Kreativität auseinandersetzt. Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebig, laut und auf Aufmerksamkeit getrimmt ist. Wo man mit Action und sinnfreiem Blödsinn mehr Klicks generiert als mit ehrlichem, emotionalem Inhalt. Wo die Jagd nach Likes wichtiger geworden ist als der eigentliche Sinn dahinter und wo für ruhigen, entschleunigten Content kaum noch Platz bleibt.

Viele Zuschauer empfinden unsere Videos als zu ruhig oder sogar als „langweilig“, weil ihnen vielleicht die offensichtliche Story fehlt. Ich persönlich glaube aber nicht, dass ihnen etwas fehlt, ich glaube, dass sie einfach nicht bereit sind, zwei Gänge runterzuschalten, sich zurückzulehnen und das Gezeigte einfach mal auf sich wirken zu lassen. Ein großes Problem unserer heutigen Zeit ist, dass sich kaum noch jemand Zeit nimmt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was andere wirklich machen oder mitteilen wollen. Man scrollt, klickt, kommentiert, oft nicht aus Interesse, sondern um selbst gesehen zu werden um am Ende vielleicht sogar den eigenen Content zu pushen, um Präsenz zu zeigen. Kaum jemand gibt das offen zu aber ich war selbst lange genug Teil dieses Systems, um zu wissen, wie sehr man in dieser Mühle festhängen kann und wie befreiend es ist, da wieder herauszufinden.

Kein Bild um jeden Preis

Mir war von Anfang an wichtig, dass ich niemals auf Tour gehe, weil daraus neuer Content entstehen soll oder sogar muss. Ich war und bin immer unterwegs um den Weg zum Bild zu erleben, dass ist für mich eine der schönsten Reisen die man machen kann. Einfach mit meiner Kamera in der Hand darußen sein. Nicht, um irgendwem etwas zu beweisen, sondern weil ich genau dort draußen in der Natur sein möchte. Allein mit meinen Gedanken und der Kamera, weil ich dort das finde, was mir wirklich guttut. Ruhe, Freude, Entspannung und ja, auch eine gewisse Art von Trost.

Berühren, ohne laut zu sein

Natürlich freue ich mich, wenn ich mit dem, was dann später daraus entsteht, andere erreichen kann. Wenn ein Bild, ein Clip oder ein Gedanke jemandem etwas gibt. Wenn ich berühren darf, ohne laut sein zu müssen.

Ob das Bild am Ende technisch perfekt ist, spielt für mich kaum eine Rolle. Meistens ist es das ohnehin nicht. Aber es erzählt immer eine Geschichte, meine Geschichte in genau diesem Moment und genau das ist es, was für mich Fotografie ausmacht. Keine Jagd nach Likes, kein Wettbewerb, kein Hochglanz, sondern ein Gefühl und eine Verbindung wo am Ende etwas ist das bleibt.

Werkzeug, nicht Mittelpunkt

Ja, ich investiere in Technik. Ich freue mich über gutes Werkzeug aber es steht nicht im Mittelpunkt meiner Touren. Es ist nicht das, was zählt. Für mich zählt der Moment.

Wo Kreativität beginnt

Manchmal wird Kreativität mit etwas Lautem verwechselt. Mit Farben, mit Effekten, mit Bildern, die schreien: „Schau her, ich bin anders!“ Aber für mich beginnt Kreativität viel früher. Oft dort, wo es still wird. Kreativität bedeutet für mich nicht, etwas völlig Neues zu erschaffen. Es bedeutet, etwas zu sehen, das andere vielleicht übersehen hätten. Meine Frau bewundere ich für dieses Talent. Es bedeutet, mit dem zu arbeiten, was da ist mit dem Licht, mit der Stimmung, mit dem eigenen Gefühl. Kreativ zu sein heißt nicht, alles anders zu machen. Es heißt, ehrlich zu sein. Hast du das schon mal so empfunden?

Die Kraft des Hinschauens

Gerade in der Natur passiert das oft ganz automatisch. Ich nehme ein Geräusch wahr, ein Flattern, ein Rascheln, mein Blick schärft sich. Ich merke, dass ich mich nicht mehr treiben lasse, sondern dass ich beginne, zu beobachten. Das ist für mich auch Kreativität. Dieses genaue Hinschauen. Dieses bewusste Reagieren auf das, was da ist. Ein Stück Holz, das im Gegenlicht leuchtet. Eine Blume, die allein aus dem Waldboden wächst. Ein Greifvogel, der für zwei Sekunden still in der Luft steht. Und manchmal entsteht genau dann ein Bild. Kein geplantes, kein perfektes aber ein echtes.

Das Besondere im Einfachen

Ich glaube, wir verlernen in unserer Welt oft und immer mehr, kreativ zu sein, weil wir denken, alles müsste etwas Besonderes sein. Dabei ist das Besondere oft das Einfache. Die Art, wie du einen Moment wahrnimmst. Wie du ihn festhältst oder auch einfach nur erlebst, ohne ihn zu fotografieren.

Kreativität ist wie ein Feuer

Ich habe gelernt, dass Kreativität nichts ist, was man anschaltet wie ein Licht. Es ist eher wie ein Feuer, das man nährt, mit Aufmerksamkeit, mit Stille, mit Geduld und mit der Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen ohne zu wissen was dabei herauskommt. Viele planen ihre Touren und haben oft schon fertige Bilder im Kopf, von all dem mache ich mich total frei, was kommt das kommt und was nicht das nicht. Mein Weg ist da einfach ein anderer. Manchmal ist ein Spaziergang mit der Kamera nur ein Spaziergang aber manchmal ist es genau der Moment, der alles verändert und weil es nicht geplant ist, fühlt es sich umso schöner und intensiver an.

Menschen, die verstehen

Manchmal braucht man aber auch einfach Menschen, die verstehen ohne dass man viel erklären muss. Menschen, die ähnliche Gedanken haben. Die sich für das Gleiche begeistern. Die nicht fragen, warum man sich freiwillig frühmorgens in den Nebel stellt oder stundenlang auf einen einzigen Moment wartet. Sondern die sagen: Ja, kenne ich, mach ich auch so.

Ein Fenster statt einer Bühne

Genau das habe ich über die letzten Jahre gefunden. Natürlich in allererster Linie über YouTube aber mittlerweile auch in unserem kleinen Forum, einfach in der Gemeinschaft die sich um all das gebildet hat. Ich hätte damals nie gedacht, dass aus ein paar Videos einmal so viel Verbindung entstehen kann und doch ist es so und dafür bin ich unendlich dankbar. Man kann und man muss nicht immer einer Meinung sein aber man sollte respektvoll miteinander umgehen und genau das haben wir alle zusammen erreicht.

Unser YouTube-Kanal war nie als Bühne gedacht. Er war eher wie ein Fenster, ein Blick nach draußen und ein ganz kleiner Einblick nach drinnen. Über die Jahre hat sich daraus etwas entwickelt, das viel mehr ist als nur ein Projekt. Es ist ein Stück Zuhause geworden, eine Herzensangelegenheit. Nicht (mehr) wegen der Zahlen oder Statistiken, sondern wegen der Menschen, die uns Woche für Woche begleiten. Die mit uns auf Tour gehen. Die sich auf das nächste Sonntagsvideo freuen. Kann man sich vorstellen, wie schön es ist, dass so zu wissen?

Verbunden durch Bilder

Besonders wertvoll ist für mich, dass meine Eltern und ganz besonders meine Mama, zu unseren treuesten Zuschauern gehören. Sie kennen natürlich auch die privaten Videos, die niemand sonst zu sehen bekommt. Aber sie mögen auch die veröffentlichten Aufnahmen auf YouTube oder die Bilder auf unserer Webseite und genau das macht diese Videos für mich so bedeutungsvoll. Sie sind mehr als nur Content. Sie sind am Ende gemeinsame Zeit, eingefangen in Bildern die uns verbinden.

Ein Ort zum Ankommen

Und dann ist da noch das Forum. Es ist vielleicht keine riesige Plattform, aber es ist ein Ort, an dem man sich aufgehoben fühlt. Wo man über Fotografie, Technik, Ideen und Beobachtungen sprechen kann ganz in Ruhe, auf Augenhöhe. Inzwischen gibt es dort einen festen Kern. Menschen, mit denen man sich austauscht, diskutiert, manchmal auch ein bisschen frotzelt und bei denen man weiß, dass man willkommen ist.

Natürlich versteht man sich nicht mit allen gleich gut aber der Umgang ist respektvoll, ehrlich und vertrauensvoll. Für mich ist das Forum ein digitaler Zufluchtsort geworden und ich habe das Gefühl, dass es für einige andere inzwischen genauso ist.

Der Moment, in dem alles zusammenkommt

Vielleicht ist genau das der Kern von allem: Nicht das große Spektakel, nicht die perfekte Komposition, sondern der Moment, in dem ein Bild entsteht. Dieser eine Moment, in dem alles zusammenkommt Licht, Stimmung, Gedanke und Gefühl der uns am Ende alle verbindet. Für mich ist das Fotografieren längst mehr als ein Hobby. Es ist ein Weg geworden, mit all dem umzugehen, was das Leben so mit sich bringt. Die Kamera ist kein Werkzeug zur Selbstinszenierung, sondern ein Schlüssel, der Türen öffnet. Zu mir selbst, zu anderen, manchmal auch einfach nur raus aus dem Kopf und rein in die Natur.

Ein Faden durch Gedanken

Wenn ich dann am Rechner sitze, ein Bild entwickle, ein Video schneide oder wie jetzt einen solchen Artikel schreibe, dann spüre ich wieder diese Verbindung. Es ist, als würde man einen Faden aufnehmen, der einen durch die eigenen Gedanken zieht, ohne sich darin zu verheddern. Es bringt Ordnung ins Chaos, Ruhe in den Trubel und manchmal auch Licht in den Schatten.

Kreativität als Verarbeitung

Ich weiß nicht, ob man das Kreativität nennt oder einfach nur Verarbeitung aber vielleicht ist es am Ende genau das was zählt. Einfach das man etwas findet, das einem hilft durch schwere Zeiten zu kommen und dass man das, was einem selbst Kraft gibt, mit anderen teilen kann.

Ohne Bilder aber ganz bewusst

Vielleicht hast du dich gewundert, warum hier keine Fotos zu sehen sind. Keine Naturaufnahmen, keine Vögel, keine Waldlichtungen. Dabei ist genau das doch eigentlich mein Thema. Die Entscheidung, diesen Artikel ohne Bilder zu lassen, war ganz bewusst. Nicht, weil ich keine passenden Fotos hätte, sondern weil ich etwas sagen wollte, dass ganz für sich stehen darf. Ganz ohne visuelle Bewertung, ohne Vergleiche, ohne Likes oder Kommentare zu Technik, Schärfe oder Schnitt.

Denn so sehr ich Fotografie liebe und das tue ich von ganzem Herzen, weiß ich auch, dass sie in der Öffentlichkeit mittlerweile oft zur Bühne wird. Nicht immer absichtlich, aber automatisch. Ein Bild ist schnell beurteilt. „Zu dunkel“, „zu langweilig“, „zu glatt“, „zu emotional“ und manchmal scheint es fast so, als wäre das zweite große Hobby vieler Fotografen, die Bilder anderer zu bewerten. Viele können sich gefühlt nur noch an ihren eigenen Aufnahmen erfreuen aber nicht mehr an der Kreativität anderer, ganz ähnlich wie bei dem Thema langweiliges Video was ich ja oben angesprochen habe. Nur das alles hier ist für mich kein Wettbewerb, es soll kein Portfolio oder ein Post in irgendeinem Community-Feed sein. Das hier ist einfach ein Text. Es sind einfach meine Gedanken und auch meine Gefühle und das reicht dann vielleicht auch mal.

Die Antwort auf die Frage

Vielleicht ist das ja auch die Antwort auf die Frage, wie kreativ Fotografie sein kann am Ende ganz einfach, "Sie ist so kreativ, wie man bereit ist, sich auf sie einzulassen". Nicht mit dem Kopf sondern mit dem Herzen.

Quelle: Fotozeit-Anhalt.de

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28 User have read the article

Comments 12

Martin S.
July 19, 2025 at 7:28 AM

Lieber Daniel,

ich ziehe den Hut vor dir. In einer Zeit, in der echte Gefühle oft als Schwäche abgetan werden und Rücksicht fast schon misstrauisch beäugt wird, findest du den Mut, genau das Gegenteil zu leben. Deine Worte treffen mitten ins Herz klar, ehrlich und voller Menschlichkeit.

Es braucht kein einziges Bild, um zu spüren, was dich bewegt. Alles ist da, besonders zwischen den Zeilen. Deine Nähe, dein Nachdenken, deine Verletzlichkeit. Das ist selten geworden und umso wertvoller.

Danke, dass du so offen teilst, was dich bewegt und vor allem: Danke, dass du dabei so sehr du selbst bleibst. Ich wünsche dir von Herzen Kraft für all das, was dich gerade fordert und begleitet.

Daniel N.
July 21, 2025 at 6:22 AM
Author

Vielen Dank für deine sehr besonderen Worte Martin. Manchmal ist es genau dieses leise Gefühl zwischen den Zeilen, das am meisten sagt und vielleicht braucht es manchmal auch gar kein Bild, keinen Beweis, keine Erklärung. Nur das stille Wissen, dass man gesehen wird, ohne sich verstellen zu müssen.

Ich schreibe und teile vieles nicht, zum Beispiel nie private Dinge aber auch das was ich teile, teile ich eben nicht weil ich Mitleid will oder Aufmerksamkeit suche, sondern weil es mir hilft, Ordnung in die Gedanken zu bringen und weil ich glaube, dass genau dieses ehrliche Zeigen, auch wenn es nicht laut ist, Menschen verbindet. Auch wenn man sich nicht kennt.

Es tut gut zu wissen, dass genau das ankommt. Dass jemand wie du zwischen den Zeilen liest, mitfühlt und mitdenkt. Das ist in diesen Zeiten nicht selbstverständlich. Dafür danke ich dir sehr.

Und keine Sorge, ich bleibe so wie ich bin. Vielleicht nicht perfekt, nicht immer stark, aber echt und aufrichtig.

DerKarsten
July 19, 2025 at 12:14 AM

Sehr schön beschrieben! Ich vermute einmal, so geht es jedenfalls mir, dass viele Fotografen letztlich nach dem Sinn ihres/seine Hobbys suchen und sich diese Frage als viel wichtiger zeigt, als die ewige Frage nach der besten Technik und den schönsten Spots. Das alles zusammen ist das Wesen der Fotografie.

Auch mir geht es so, dass ich mich in dieser kleinen Community wohler fühle als in den großen Social Media Services. Danke dafür an euch alle! Wir gestalten diese Gemeinschaft.

Daniel N.
July 21, 2025 at 6:25 AM
Author

Das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht Karsten. Genau darum geht es doch: nicht immer nur um Technik oder Likes, sondern um das, was uns wirklich bewegt. Viele von uns beginnen mit der Fotografie vielleicht wegen der Ausrüstung, wegen beeindruckender Bilder oder spektakulärer Orte. Aber je länger man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird, dass es um viel mehr geht, um das Innehalten, um das Sehen und oft auch um das Verarbeiten.

Der Moment, in dem ein Bild mehr ist als nur eine Aufnahme, ist der Moment, in dem es etwas in uns berührt oder etwas ausdrückt, das wir vielleicht gar nicht in Worte fassen könnten.

Diese kleine Community hier fühlt sich für mich auch wie ein Zuhause an. Auch hier passe ich auf wieviel ich preisgebe, weil eben auch hier vieles öffentlich ist aber dennoch versuche ich auch hier zu 100% offen, ehrlich und menschlich zu bleiben. Keine Jagd nach Reichweite, keine Masken, sondern ein Miteinander, das durch Bilder, Gedanken und gegenseitigen Respekt entsteht.

Danke dir für deinen Kommentar und genau diese Haltung. Es ist schön, dass wir alle gemeinsam ein Stück davon mitgestalten dürfen.

Stranger59
July 18, 2025 at 5:25 PM

Hallo lieber Daniel,

sehr schöne Gedanken, derer es nicht immer Bilder bedarf. Es ist schön zu wissen, daß Du so viel Vertrauen zu uns Mitgliedern hast, sie mit uns zu teilen. Danke dafür. Wie ich Dir schon einmal in einem Kommentar auf You Tube mitgeteilt habe, war ich auch eine Zeit lang in den Bergen um genau diese Ruhe zu finden. Ich finde die Fotografie hat mich noch näher in die Natur und zu den Tieren gebracht. Auch Dank Deiner, und die Videos der Kamerafrau.

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende. Liebe Grüsse Ingolf

Daniel N.
July 21, 2025 at 6:27 AM
Author

Hallo und ganz lieben Dank Ingolf für deine Zeilen,

es tut gut zu lesen, dass du diese Gedanken so mitfühlen kannst. Ich glaube, genau das ist die Kraft, die Fotografie und Natur in sich trage. Sie bringen einen raus aus dem Lärm, rein in etwas Echtes. Und wenn man dann noch merkt, dass andere auf ähnliche Weise unterwegs sind, entsteht so ein stilles Band. Kein großes Aufheben, kein Drumherum, einfach dieses leise Verstehen.

Dass du selbst diese Ruhe in den Bergen gesucht und gefunden hast, kann ich sehr gut nachvollziehen. Manchmal ist es genau das, was man braucht: nicht mehr Antworten, sondern mehr Stille. Mehr Erdung, mehr echte Begegnung mit sich selbst und mit dem, was da draußen lebt.

Wenn unsere Videos auch nur ein kleiner Teil davon sind, dich darin zu bestärken oder zu begleiten, dann bedeutet uns das wirklich viel. Meine Frau liest jeden Kommentar mit, und gerade solche Worte wie deine bleiben hängen. Danke dafür. Wirklich.

Bleib dir und deinem Weg treu und vor allem deiner Liebe zur Natur. Man sieht sie in deinen Worten.

Werner
July 18, 2025 at 3:46 PM

Puuh Daniel, was für Gedanken, was für eine Liebeserklärung an dein Hobby.

Ein echtes Hobby kann so viel mehr als nur schnöder Zeitvertreib sein. Mir geht es ähnlich. Was interessieren mich die Gedanken anderer, Fremde und unbekannten Menschen, zu meinen Fotos und Videos.

Ich komme gerade von einem Rollerausflug zurück. Während man so vor sich hinfährt, ich war alleine unterwegs heute, da kommt einem so vieles in den Sinn, da ist Zeit darüber zu reflektieren, eventuell auch neu zu bewerten und zu sortieren. Dann kommt man mit einem positiven Gefühl, mit innerer Zufriedenheit nach Hause. Genau das ist es. Und ja, ich hatte Kamera, Actioncam dabei und habe weder ein Foto noch ein Video gefilmt. Und doch bin ich zufrieden wieder zuhause angekommen.

So geht es mir auch sehr oft wenn ich in der Natur laufen, wandern bin. Die Kamera ist immer dabei, aber ob ich sie benutze, was da für ein Bild entsteht, das ist zweitrangig.
Deshalb zeige ich auch eher selten Fotos, denn der Betrachter kennt die Situation, die Gedankenwelt, den Gemütszustand hinter einem Bild nicht im geringsten.
Und es ist gut und beruhigend, dass du Deine/Eure Fotos mit der Welt teilt.

Ich bin dankbar solch einen ehrlichen Menschen wie dich zu kennen!

Ciao Werner 🙋‍♂️

Daniel N.
July 21, 2025 at 6:44 AM
Author

Hallo lieber Werner,

deine Zeilen haben mich sehr bewegt, ehrlich gesagtfast mehr als ich es in Worte fassen kann. Weil sie genau das ausdrücken, was so viele von uns vielleicht fühlen, aber nur selten wirklich bereit sind auszusprechen, weil sie auch immer als Schwäche ausgelegt werden können.

Diese stillen Momente, wenn man allein unterwegs ist, einfach fährt oder läuft, Gedanken kommen und gehen, ohne dass man sie festhalten muss, dass ist etwas sehr Wertvolles. Ja, manchmal ist die Kamera einfach nur dabei. Sie schaut mit, aber sie muss nichts tun. Allein ihre Anwesenheit reicht aus, um sich verbunden zu fühlen mit dem, was einen umgibt. Und mit sich selbst.

Ich finde es stark, dass du das so bewusst erlebst. Dass du erkennst, wann es genug ist. Dass es keine Aufnahme braucht, um den Moment als wertvoll zu empfinden. Genau das zeigt für mich die tiefste Form von Verbundenheit mit dem, was man tut wenn es nicht mehr um das Bild geht, sondern um das Gefühl, das es in einem selbst auslöst.

Dass du dabei auch meine Gedanken aufgegriffen hast, ehrt mich sehr. Aber weißt du was, ich glaube, wir sind einfach viele, die ähnlich empfinden. Die nur nicht immer den Ort oder den Mut finden, es zu sagen. Umso schöner ist es, dass es hier Raum dafür gibt.

Danke dir für deine Offenheit, deine Worte und deine ehrliche Art. Ich bin froh, dass du hier Teil davon bist, nicht als Zuschauer, sondern als Mensch mit Tiefe, Blick und Herz.

Bis bald und wenn du mal wieder auf deinem Roller unterwegs bist, genieße den Fahrtwind, den leeren Kopf und das gute Gefühl danach. Es ist viel mehr wert als jedes perfekte Bild.

Uli
July 18, 2025 at 1:57 PM

Hallo lieber Daniel,

Wie wahr Deine Worte sind.

Ich war auch mal dabei mich Leiten zu lassen zu liken , damit ich auch welche bekomme.

Die Likes sind überhaupt nicht wichtig.

Wichtig ist es das es mir dabei gut geht. Ich sitze grad hier auf dem Balkon und genieße die Natur und höre die Vögel zu.

Ich wünsche Euch das bald alles wieder zum Guten kommt

LG Uli

Daniel N.
July 21, 2025 at 6:47 AM
Author

Hallo liebe Uli,

wirklich sehr schöne Zeilen, weil sie so ehrlich sind und so vielen von uns aus der Seele sprechen. Dieses „sich treiben lassen“, um vielleicht auch gesehen zu werden, kennen wir wohl alle und trotzdem spürt man irgendwann, dass ist nicht der Weg, der einen wirklich erfüllt. Denn echte Zufriedenheit kommt nie von außen, sie entsteht in den Momenten wie du sie gerade erlebst, auf dem Balkon, mit Vogelstimmen, in Ruhe.

Ich finde es ganz stark, dass du das so klar für dich erkannt hast. Dass du dich davon löst, etwas „leisten“ oder gefallen zu müssen. Die Fotografie oder überhaupt das kreative Tun, ist doch genau dafür da, uns gutzutun. Uns zu zeigen, wie schön das Leben trotz allem sein kann.

Und genauso wie du es beschreibst, wünsche ich mir das auch für uns: mehr Momente, in denen wir einfach nur spüren, wie viel uns die Natur, ein Bild, ein Ton oder ein Gedanke bedeuten kann und das ganz ohne Bewertung.

Danke dir für deine liebe Nachricht und deine guten Wünsche. Wir geben unser Bestes, dass es wieder leichter wird aber allein solche Worte helfen schon sehr dabei.

Genieß weiter die Stille um dich herum, sie sagt oft mehr als tausend Likes.

Pixel-Rebel
July 18, 2025 at 12:26 PM

Wow - was ein Text!

danke das du uns in deine Gedanken- und Gefühlswelt mitnimmst, auch wen sie mir an der ein oder andren Stelle ein nklein wenig zu "trüb" daherkommt. Aber und das ist ja das Gute, findest du Dank unseres Hobbies Fotografie ja auch immer wieder das richtige Licht (am Ende des Tunnels) :smiling_face:

Spaß beseite - richtig, richtig gut geschrieben mit viel Tiefsinn.

Daniel N.
July 18, 2025 at 12:36 PM
Author

Danke lieber Frank, dass trübe ist eine Phase und alles findet sich sicher bald wieder auf dem richtigen Weg ein aber Momentan ist das meine tatsächliche Welt in der ich mich aufgrund bestimmter privater Ereignisse befinde. Ich bin aber unendlich dankbar, was mittlerweile rund um mein, rund um unser Hobby entstanden ist, wo ich mich aktuell ablenken und nach vorn blicken kann, einfach um Kraft zu sammeln, die ich unbedingt weitergeben möchte, denn es geht leider nicht immer allen Menschen die einem wichtig sind, so gut wie einem selbst. Es ist für mich aber wichtig zu reflektieren und zu verarbeiten und genau das wollte ich mit diesem Text.

Es freut mich sehr, dass dir dieser etwas andere Text gefallen hat.

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